Vergleich · Stand Oktober 2026
Logbuch vs.Qomon.
Qomon kommt aus Frankreich und ist eine Plattform für Unterstützerinnen und Unterstützer: Kontakte sammeln, in Gruppen sortieren, per E-Mail, SMS und Telefon ansprechen, an der Haustür besuchen, Spenden einwerben. Nach eigener Angabe arbeiten rund 1.500 Teams in über 80 Ländern damit.
Logbuch fängt eine Ebene tiefer an. Es kennt keine Bürgerinnen und Bürger als Datensätze. Es kennt Straßen, Plakate, Flyerrunden, Infostände, Material – und den Verband, der das alles verteilt.
Wer die beiden nebeneinanderlegt, vergleicht deshalb weniger zwei Konkurrenten als zwei Aufgaben.
Auf einen Blick
Thema
Logbuch
Qomon
Grundlage
Straßen und Gebiete aus OpenStreetMap oder dem Straßenverzeichnis der Stadt
Kontaktdatenbank
Plakate
setzen mit Standort, Status, Nachhängen, Abbauliste nach der Wahl
nicht dokumentiert
Flyer
Verteilung je Straße; halb fertige Straßen werden ab Hausnummer übergeben
nicht dokumentiert
Haustür
je Kampagne zuschaltbar: Stimmung, Themen, Wahlabsicht als Summe je Straße, ohne Hausnummer
Gespräche je Tür und Kontakt, Umfragen, Ergebnisse im CRM
E-Mail, SMS, Telefon
nein
ja
Spenden
nein
als Zusatzmodul
Material und Ausstattung
QR-Codes, Etiketten, Inventur, Ausleihe
nicht dokumentiert
Termine
Infostände und Einsätze mit Zusagen; Veröffentlichung auf WordPress, als Kalenderabo, RSS/JSON-Feed und Webhook
Veranstaltungen und Aktionen
Verbandsstruktur
Verbandsbaum mit fünf Ebenen, Rechte wirken nach unten, Kontingente je Verband
mehrstufige Organisation im Tarif Expert
Offline
ja
in den Tarifen Advanced und Expert
Sprache
Deutsch
Englisch, Französisch und weitere; keine deutsche Website
Hosting
Hetzner in Deutschland, eigene Instanz und Datenbank je Kunde
Hosting-Ort laut Anbieter wählbar; SOC 2 Type II
Preis
je Kreisverband, alle Module, keine Lizenzen je Mitglied
Tarife Essential, Advanced, Expert; Preise auf der Website
Wo Qomon mehr kann
Kanäle. Qomon schreibt Mails, verschickt SMS, organisiert Telefonaktionen, sammelt Unterschriften und Spenden und führt das alles in einer Kontakthistorie zusammen. Dazu kommen KI-Werkzeuge, eine öffentliche Schnittstelle und laut Anbieter Tausende Integrationen. Nichts davon macht Logbuch, und nichts davon ist geplant.
Wer Menschen digital ansprechen und ihre Reaktionen über Monate verfolgen will, ist bei Qomon richtig.
Wo Logbuch anders arbeitet
Personendaten
Qomon braucht sie, denn das Produkt ist um Kontakte gebaut. Wer an der Haustür festhält, wie jemand wählen will, speichert eine politische Meinung – nach Art. 9 DSGVO eine besondere Kategorie. Logbuch zählt Haustürgespräche nur als Summe je Straße, zeigt eine Straße in der Auswertung erst ab fünf Gesprächen einzeln an und löscht die Zahlen, wenn die Kampagne endet. Eine Hausnummer gibt es dabei nicht.
Plakate und Flyer
Der größte Teil eines deutschen Straßenwahlkampfs hängt an Laternen und steckt in Briefkästen. Logbuch weiß, welches Plakat wo hängt, welches beschädigt gemeldet wurde und welche Straße zur Hälfte verteilt ist. Dafür ist Qomon nach seiner Dokumentation nicht gebaut.
Wählerdaten
Ein Teil von Qomons Datenangebot ist laut Anbieter je nach Land unterschiedlich verfügbar. In Deutschland gibt es keine Wählerdatei mit Parteibindung oder Wahlhistorie, wie sie in anderen Ländern genutzt wird. Logbuch rechnet deshalb von Anfang an mit Straßen statt mit Wählern.
Der Verband als Kunde
Kreis-, Stadt- und Ortsverbände sind in Logbuch die Grundordnung, nicht ein Zusatz im obersten Tarif. Ein Stadtverband sieht seine Ortsverbände, der Kreis sieht alle, ein Nachbarverband sieht nichts.
Beides zusammen?
Das geht.
Qomon für die digitale Ansprache, Logbuch für das, was samstags auf der Straße passiert. Logbuch ersetzt keinen Newsletter, Qomon keine Plakatliste.
Angaben zu Qomon laut qomon.com und qomon.com/pricing/action, abgerufen am 16. Oktober 2026. Etwas veraltet oder falsch dargestellt? Schreiben Sie uns, wir korrigieren es.